Der rote Faden bekommt Form - Rückschau auf ein zweites Quartal der Neuausrichtung
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Heute schreiben wir Ende Juni 2026. Wieder liegt ein Quartal hinter uns, und wenn ich auf die letzten drei Monate zurückblicke, muss ich ein wenig schmunzeln. Das Leben hat wieder gezeigt, das es Pläne umschreibt - und das oft auf die allerschönste Weise.
Erinnerst du dich an meinen Beitrag aus dem März? Eine der Botschaften war: "Raus aus dem Kopf, rein in die Hände". Das ich dieses Motto und die Impulse aus der Pause & Power Reise im zweiten Quartal so wörtlich nehmen würde, hätte ich selbst so nicht gedacht.
Trau dich, wieder Anfänger zu sein: Raum für Neues Altes
Eigentlich begann der April sehr erdig und tatkräftig draußen. Die Hochbeete wurden wieder bestückt und wir starteten mit der Sitzecke. Doch dann kam die Regen-Wetter-Phase und hat uns ausgebremst.
Der Gedanke zeigte sich wieder, dass der Junior kundtat, das er ja sowieso in der Kaserne ist und der Raum auch anders genutzt werden könnte. Aus dem Ausgebremst sein draußen entstand so drinnen eine neue Vision: Die Idee eines Kreativ-Zimmers. Das Nesthäckchen war begeistert von dem Vorschlag und so haben wir drinnen gewerkelt, geräumt und aus dem alten Bett einen Kreativ-Tisch gebastelt. Faszinierend, nicht wahr? Zeit für einen neuen wiederentdeckten Anfang.
Schaufel gegen Nadel: Die Rückkehr des Papiers
Beim Räumen und sortieren fielen uns die alten Papierschätze in die Hände. Eigentlich wollte ich die schon vor einer Weile einer Freundin schicken. Aber gut, das sollte wohl nicht sein. Wer mich noch aus DaWanda-Zeiten kennt oder gebasteltes im Lädchen kaufte, kann sich vielleicht auch noch an die Notizbücher erinnern. Am 8. Februar hieß der Pause & Power Impuls noch: Hände, Pinsel, Schaufel, Nadel, Hammer...? Genau das haben wir getan. Die Überschrift hätte damals ja auch anders heißen können.

Da meine Kartendecks aktuell (noch bis Oktober) in einer Kreativ-Pause sind, die ich auch Anfang des Jahres spontan entschied, fügten sich einige Puzzleteile zusammen. Warum nicht Journals für Karten erschaffen? Nicht so wie früher, sondern anders. Reifer, oder verspielter. Das liegt im Auge des Betrachters. Irgendwo zwischen dem Falten des Papiers, der Cover Gestaltung und dem Binden der Seiten meldete sich dann der Impuls vom 15. Februar zurück: "Warum bist du großartig?" Die Antwort liegt nicht im Außen, darüber schrieb ich ja im Beitrag. Die Antworten finden sich immer in den stillen Fähigkeiten, vielleicht wie die Fähigkeit, aus alten Schätzen mit den eigenen Händen etwas Neues zu erschaffen. Auch das fanden wir in den Pause & Power Impulsen.
Ein Journal ist ein perfekter Ort, um den eigenen Gedanken ein Zuhause zu geben - gerade in einer Zeit, als ich die Orakelkarten in eine spontane Pause schickte.

Ist wie Farhrad fahren :-), verlernt man irgendwie nie.
Die Sommersonnenwende und die Magie des Unscheinbaren
Am 8. März schrieb ich über "Die Magie des Unscheinbaren". Es war der Abschluss der achtsamen Jahresreise, aber auch gleichzeitig ein Anfang, wie im Tierkreis wenn sich Anfang und Ende symbolisch am Aszendenten begegnen. Und genau dort habe ich mich gefühlt die letzten Wochen befunden. Beim Werken im Kreativ-Zimmer , beim neue Gedanken denken und irgendwie auch bei der Jahreskarte Wahrnehmen.
Und kurz vor der Sommersonnenwende ploppte ein anderer Gedanke auf. Ich war neugierig, welche energetische Qualität sie in diesem Jahr mit sich bringt. Wenn man es in einem einzigen Satz zusammenfassen würde, dann kommt mir die Frage, die ich mir stellte zum vorschein: "Weißt du was du wirklich willst?"
Das sind diese leisen Aha-Momente, ohne Knall, ohne Peng, ohne Mount Everest.
Oft glauben wir zu wissen, was wir wollen - bis das Leben eine kleine Kurskorrektur schickt und uns zeigt, was wir übernommen haben. Für diesen Rückblick habe ich ganz tief zurück geblickt. Die letzten Jahre haben uns wahrlich viele Kurskorrekturen geschickt und das wird es auch weiterhin tun, bis wir das Tempo drosseln, uns regelmäßig einen Tag ohne Eile nehmen, um uns selbst wieder zu finden und uns auf den eigenen Weg bringen, den wir gerade zur Ent-wicklung brauchen.
Meine Schlussgedanken für den Sommer
Der rote Faden aus dem ersten Quartal hat sich nicht aufgelöst, er hat nur eine physische Form angenommen. Wenn es im Außen oder bei deinen eigenen Vorhaben gerade stockt, schau mal, welcher Raum in dir oder deinem Umfeld gerade frei wird. Mit welchen Schätzen möchtest du ihn füllen? Etwas Neues kann in Wirklichkeit sehr alt sein.
Ich werde den Sommer nun im Kreativ Zimmer mit dem Nesthäckchen zusammen die Stille der kreativen Pause genießen.
In diesem Sinne wünsche ich dir eine wunderschöne, leuchtende Sommerzeit. Vielleicht auch mit der Frage: Was will ich wirklich?
"Wir dürfen es anders machen... als am Tag, Woche, Monat, Jahr, Jahrzehnt, Jahrhundert zuvor."
(Aus dem Impuls: Trau dich wieder Anfänger zu sein)
Bis bald,
Christin
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