Salbei- Das Licht nach dem Tunnel
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Manchmal hängt dicke Luft im Raum. Wir alle kennen das. Salbei ist einer der Klassiker, wenn wir das Gefühl haben, die Luft steht. Er hilft uns dabei, innerlich aufzuräumen und schafft mit seinem intensiv würzigem Duft eine klare, frische Atmosphäre, in der wir wieder tief durchatmen können.
Ich habe bei meiner Arbeit mit den Pflanzen und der Astrologie bemerkt, dass wir uns oft genau zu den Kräutern hingezogen fühlen, die auch in unserem eigenen Geburtshoroskop eine Rolle spielen. So bin ich auf die Signaturenlehre gestoßen. Es ist, als würden sich zwei alte Bekannte wiedererkennen und sich gegenseitig ergänzen. Genauso kann es bei inneren Spannungen anfangs eine Ablehnung geben. Da wir uns im Laufe des Lebens aber ent-wickeln, würde es das Phänomen erklären, warum ein Kraut, das wir früher nicht riechen konnten, plötzlich ein angenehmes Gefühl hinterlässt. Ganz nach dem Motto: "Oh, so schlecht ist das gar nicht. Ich verstehe nicht, warum ich es früher ablehnte."
Ehrlich gesagt: Salbei war bis vor ein paar Jahren weniger mein absoluter Favorit. Heute verstehe ich besser warum.
Jupiter und Pluto: Vom Dunkel zum Licht
Dem Salbei werden die Planeten Jupiter und Pluto zugeordnet. Das ist eine kraftvolle Mischung.
- Pluto steht für das Dunkle, die "dicke Luft", den Prozess, tief in den Keller zu gehen und sich von Altem, Verbrauchten zu lösen. Wenn man es denn zulässt.
- Jupiter ist das Prinzip der Hoffnung, der Expansion und das Licht am Ende des Tunnels.
Schauen wir in den Tierkreis, sehen wir genau dieses Bild: Der Schütze (Jupiter) kommt direkt nach dem Skorpion (Pluto). Er war in der Dunkelheit und hat sich davon gereinigt, um wieder in die Weite zu wachsen.
Besonders Menschen, die in ihrem Geburtsbild eine starke Jupiter-Betonung haben oder sich gerade ‚eingeengt‘ fühlen, können eine sofortige Resonanz zu diesem Duft spüren. Er hilft nicht nur dem Raum, sondern auch dem eigenen Energiefeld, sich wieder auszudehnen.
Meine Lieblingsmischung: Salbei und Mistel
Traditionell wird Salbei meistens allein geräuchert oder in klärenden Mischungen verwendet. Eine für mich spannende Kombination ist Salbei und ein Hauch von Mistel.
Warum ich das so gerne mische? Der Salbei ist für mich der kraftvolle "Aufräumer". Er schafft Platz. Aber ein "leerer" Raum will auch wieder gefüllt werden. Hier kommt die Mistel ins Spiel... die alte Seele, die zwischen den Welten ihr Zuhause gefunden hat. Sie ist eine der wenigen Pflanzen, die im tiefsten Winter ihre Kraft zeigt. Sie wächst zwichen Himmel und Erde und berührt nie den Boden. Sie bringt eine ganz feine, fast magische Licht-Energie in die Räuchermischung.
Salbei öffnet die Tür, und die Mistel bittet das Licht herein. Zusammen sind sie für mich das perfekte Duo für einen wirklichen Neuanfang.
Und weil die Mistel einer meiner Lieblingspflanzen ist und es so gut passt, ist der nächte Beitrag ganz ihr gewidmet.
Bis bald,
Christin